Theaterprojekt

"Fake oder War doch nur Spaß" von Karl Koch

Theaterprojekt am 27.10.2015 für unsere 8. Klassen und eine 7. Klasse

In Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung organisierten wir für unsere 8. und eine unserer 7. Klassen eine Theateraufführung zu den Themen Cyber-Mobbing, Mobbing und Medienkompetenz. Dazu luden wir ein Schauspielduo des Ensemble Radiks aus Berlin ein, welches das 60-minütige Stück „Fake oder War doch nur Spaß“ in der Turnhalle aufführte.

Die siebzehnjährige Lea träumt von einer Kariere als Sängerin. Als sie von einer Casting-Agentur aufgenommen wird, weckt das den Neid ihrer MitschülerInnen. Nach ersten Sticheleien und Ausgrenzungen weiten sich die Mobbing-Attacken auf diverse Netzwerk-Portale aus. Eine Gegenwehr Leas verschlimmert die Situation drastisch, woraufhin sie Rat bei Freunden und Lehrern sucht. Erneut ausgenutzt taucht ein weiteres Video auf, dass sie minutenlang betrunken auf einer Toilette zeigt. Drohanrufe und Beleidigungen via SMS öffnen Lea schließlich die Augen, dass ihr Schwarm Andi zur Gruppe der Mobber gehört, woraufhin sie die Schule schwänzt. Als ihr Vater sie zu einer Anzeige drängt, sieht Lea keinen anderen Ausweg und will sich das Leben nehmen. Ein Freund findet sie rechtzeitig.

Drei zentrale Themenfelder bestimmen das Stück:

Mobbing, insbesondere Cyber-Mobbing sowie die unmittelbaren Folgen von Beleidigungen, Bedrohungen oder sexueller Belästigung über das Internet. Außerdem öffnet das Stück Einblicke in unsere Erlebnis- und Medienkultur im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken und den „Neuen Medien“. Zudem geht es um den Missbrauch und Schutz von Daten und Computern (vgl. www.ensemble-radiks.de).

Die Schülerinnen und Schüler beobachteten das Stück mit großer Aufmerksamkeit. Anschließend luden die Veranstalter zu einer gemeinsamen Nachbesprechung ein, wobei sich zahlreiche SchülerInnen aktiv beteiligten. Dabei wurden die zentralen Themen und Problemfelder des Stücks angesprochen. Wie hätte man die Eskalation verhindern können? War die Entwicklung absehbar? Wer hätte an welchem Punkt eingreifen können? Wer hat "Schuld"? Gemeinsam wurden Lösungsansätze diskutiert, um den SchülerInnen präventiv mögliche Anlaufstellen aufzuzeigen.

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